embrasser.log.ag    
"Nichts ist so, wie es niemals war!"





Verfasst am 11.01.2012 08:37:43 Uhr
-22 - Rotz ins Wasser

„I'm so hollow!“ ist wohl keine leere Phrase mehr, sondern ein Phänomen, das die halbe Menschheit derzeit ereilt. Schaut man sich um, sieht man, dass viele knabbern, dass sogar Menschen nicht mehr umhin kommen, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, die immer die vermeintlichen Gewinner waren, weil sie vorgeblich das Leben in den buntesten Farben sahen, Entwicklungsschmerz nie kannten. Aber die Welt kollabiert, die Menschheit leidet und sackt ab in Bornout, Psychose, Depression und Co.
Elizabeth Grant hilft! Einfach mal einen Abend hören, abtauchen in heißes Badewasser, Rotz ins Wasser heulen, erhitzt ins frisch bezogene Bett gehen, bei geöffnetem Fenster einschlafen und der Seele einen Moment Ruhe gönnen.


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Verfasst am 08.01.2012 11:55:08 Uhr
- 21 - Resümee?

Sollte es jetzt zu einem Resümee kommen? Ich weiß es nicht. Es gibt so verdammt Vieles, was ich mir mal wieder von der Seele schreiben sollte. Und dass obgleich ich mittlerweile die Fähigkeit entwickelt habe, über meine „Wehwehchen“ zu sprechen. Darauf sollte ich stolz sein, nicht wahr? Und dennoch könnte ich es nie in der Intensität verbalisieren, wie ich es aufzuschreiben vermag. Woran das liegt? Ich glaube, es hat mit dieser permanent mitschwingenden Angst zu tun, meine eigene Verletzlichkeit und Schwäche in Momenten des Öffnens nicht aushalten zu können. Ginge ich noch tiefer, käme vermutlich meine rigide Erziehung ins Spiel, die nur Stärke, Mut und Zähigkeit zuließ, nie Schwäche, Verletzlichkeit und Tränen erlaubte. Nein, nein, meine Eltern waren großartig – vor allem meine Frau Mama – sie haben mir gezeigt, wie man das Leben meistert, wie man Ziele erreicht, wie durchhält, wenn die Welt untergeht. Aber ganz tief in mir, bin ich nicht dazu in der Lage, alles auszublenden, um mich nicht mehr zu fühlen. Genau das ist doch die Fähigkeit, die jene haben, die nicht an Schmerzlichem zerbrechen. Ich bin so scheiß empfindlich, leicht angreifbar, ängstlich und stehe immer wieder eine gigantische Furcht aus, wenn ich einen neuen Schritt in meinem Leben gehe. Das Schlimmste ist aber, dass ich mit dem Älterwerden immer ängstlicher und empfindlicher werde. Kein Mensch kann sich vorstellen, wovor ich alles Angst habe und wie oft mich meine eigenen Ängste überwältigen. Klar, ich gehe und gehe, mache und mache und nach Außen ist das nicht sichtbar. Ich bin die zähe, starke, alles bewältigende Frau für meine Umwelt, die das Leben zu nehmen versteht. Aber das stimmt so gar nicht. Ich bin ein Lämmchen, das sich nach Kleinigkeiten verzehrt. Ich bin ähnlich einem Kleinkind, das sich nach Liebe, Zuwendung und Geborgenheit sehnt. Der entscheidende Unterschied ist nur, dass ich nicht schreiend zu Papa renne, der mich Kleine liebevoll in seine starken Arme schließt und beschützt. Nein, ich bin die geerdete Frau, die sehnsüchtig Männlichkeit beim Einkaufen inhaliert und davon träumt, dass endlich mal wieder jemand in mein Leben tritt, der mich erkennt ohne dass ich mit großen Worten arbeiten müsste. Tja, so ist das mit den vermeintlich starken Frauen!
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Verfasst am 03.01.2012 21:42:35 Uhr
40 - Vierzig - 40 - Alt - Vierzig - 40

Tja, nun hat es mich doch ereilt! Ich bin 40 und das merke ich auch deutlich - heute. Der Newsletter in meinem Briefkasten zeigte mir deutlich, dass ich die 40 nicht mehr verleugnen kann. Klaus Hoffmann...in der Bar jeder Vernunft...im Mai. Ich freue mich!!!! Scheiß drauf, dass ich jetzt auch altersmäßig ins Publikum passe. *grins


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Verfasst am 10.11.2011 23:43:28 Uhr
- 19 - Besinnlichkeit macht sich breit - anheimelnde Melancholie auch


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Verfasst am 01.09.2011 08:12:32 Uhr
- 18 - Urvertrauen

Na klar, es ist normal, dass sich das Leben ändert. Das empfand ich in meinem bisherigen Leben auch meist als sehr vorteilhaft, als befreiend, belebend, entfesselnd. Aber das entsprach doch vor allem den Kämpfen, die ich gefochten habe, um mir näher zu kommen, um mich mehr zu leben, um weniger angepasst zu sein.
Das Gefühl aus meinem Kokon gefallen zu sein, Änderungen akzeptieren zu müssen, die ich nicht initiierte, ist aber etwas völlig anderes. So fühlt sich vermutlich ein kleines Kind, das Traumatisches erlebte und das bis dahin unerschütterliche Urvertrauen verliert. Rein äußerlich komme ich klar, ich funktioniere, gehe meinen Weg, kann sogar wieder lachen und mich über Alltäglichkeiten freuen. Ich heule nicht mehr bei jeder Kleinigkeit, fühle mich körperlich gestärkter, orientiere mich auch wieder nach außen und erfreue mich meiner sozialen Kontakte.
Aber ich habe etwas Felsenfestes verloren: den Glauben daran, dass man immer jede Veränderung, Entwicklung oder Persönlichkeitsentfaltung unbeschadet überlebt. Das Leben kann verdammt hart sein!
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